Forum KITA-Entwicklung: Hallo, hier sind wir!

Logo des Forums KITA-Entwicklung mit Eule und Schriftzug "Verstehen. Vernetzen. Verändern."
© Stiftung Haus der kleinen Forscher

An Kita-Qualität wird seit vielen Jahren auf verschiedene Arten eifrig gearbeitet. Das Forum KITA-Entwicklung glaubt, dass es Aufgabe von Organisationsentwicklung ist, die einzelnen Ansätze und Maßnahmen zusammen zu bringen, sinnvoll einzusetzen und nachhaltig wirken zu lassen. Damit ist das Projekt nicht alleine. Seine Aufgabe ist es, sichtbar zu machen, welche tollen Ansätze es schon in der Praxis gibt und Menschen ins Gespräch zu bringen, die sich bereits mit Organisationsentwicklung in der Kita beschäftigen.

Die Ziele des Kooperations-Projektes der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Robert Bosch Stiftung lassen sich in drei Schlagwörtern zusammenfassen: Verstehen. Vernetzen. Verändern.

Verstehen

Mit dem Verstehen fängt alles an. Wenn wir herausfinden wollen, was Organisationsentwicklung für Kita-Qualität tun kann, müssen wir genau verstehen, welche Schwierigkeiten in der Praxis da sind, die angegangen werden wollen. Deshalb erstellen wir erst einmal eine Situationsanalyse, in die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien genauso einfließen wie Gespräche, die wir führen.

Zur Situationsanalyse gehört auch, sich anzuschauen, welche Beispiele für Organisationsentwicklung in der Kita es bereits gibt, und was sich aus diesen Beispielen lernen lässt.

Wir wollen schließlich auch verstehen, wie das System Kita funktioniert, denn es ist komplizierter, als man manchmal denkt. Neben Trägern, Kitas, Eltern und Kindern spielen zum Beispiel verschiedene Ausbildungsorte, Fachberatungen, Jugendämter, Evaluationsanbieter, sowie Politik in Bund, Ländern und Kommunen eine Rolle.

Vernetzen

Wer das Geschehen in der Kita beeinflusst, kann auch zur Qualität beitragen. Wir wollen daher mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Gruppen im System Kita sprechen und diese miteinander ins Gespräch bringen – vom Erzieher bis zur Bundes-Politikerin. Uns ist wichtig, dass verschiedene Perspektiven gehört werden und die Akteurinnen und Akteure sich gegenseitig verstehen.

Das Projekt will auch nicht das Rad neu erfinden. Viele andere schlaue Köpfe sind bereits auf der Reise und beschäftigen sich ebenfalls mit den Chancen von Organisationsentwicklung für den Kita-Bereich. Deswegen startete das Projekt mit einem Fachaustausch und wird immer wieder Gelegenheiten zum Gespräch bieten. Wir verstehen uns als Austausch-Plattform, die Menschen zusammenbringt.

Verändern

Letztendlich sollen die Aktivitäten des Projekts der Kita-Praxis nützen. Daher vernetzen wir nicht nur, sondern werden im Laufe des Projekts auch konkrete Maßnahmen entwickeln und ausprobieren. Die Erprobung wird wissenschaftlich begleitet, damit wir auch hier wieder lernen können, was sich noch verbessern lässt.

Wir sind uns bewusst, dass die Praxis nicht ihre eigenen Rahmenbedingungen schaffen kann. Wir wollen daher auch aufzeigen, wo systemweiter Handlungsbedarf besteht, d.h.: wie politische Entscheiderinnen und Entscheider dazu beitragen können, dass Kita-Entwicklung gelingt.

Wenn alle Akteurinnen und Akteure konstruktiv zusammenarbeiten, können wir gemeinsam viel für die frühe Bildung in Deutschland erreichen. Packen wir es an!

Portrait von Eva Weyer
Autor/in: Eva Weyer

Für mich ist forschendes und entdeckendes Lernen eine Leidenschaft. Seit meinem Studium der Pädagogik beschäftige ich mich damit, wie man institutionalisiertes Lernen besser machen kann – spannender, anwendbarer und mit gleichen Chancen für alle. Ich forsche und lerne selbst gerne und deswegen passt die Arbeit in der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" gut zu mir. Im Team Forschung und Entwicklung bin ich für den Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis zuständig.

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