MINT-Bildung stärken und Vorlesestudie 2021

Zwei Kinder lesen gespannt eine Ausgabe des Magazins "echt jetzt?"
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

INTERNATIONAL

Neue OECD-Studie

Am Donnerstag wurde eine neue OECD-Studie vorgestellt. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher wies darauf hin, dass ein höheres Maß an Kreativität, Empathie und Stressresistenz bei Schülerinnen und Schülern auch die Leistungen steigere. Der Studie zufolge sind Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Toleranz, die Fähigkeit zur Gefühlsregulation, Stressresistenz und ähnliche Fähigkeiten auch ausschlaggebend für die Noten. Schleicher sagte, Mathematik zum Beispiel sei nicht nur eine Frage der Fähigkeit zum Formeln-Lernen, sondern auch eine Frage der Neugierde. Dabei nähmen die sozial-emotionalen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter tendenziell etwas ab. Bei 15-jährigen Schülerinnen und Schülern seien die sozialen und emotionalen Fähigkeiten im Schnitt geringer ausgeprägt als bei Zehnjährigen. Bei Mädchen falle der Rückgang sogar noch größer aus als bei Jungen.

Handelsblatt

BUNDESWEIT

MINT-Bildung stärken – Positionspapier zum Bildungspolitischen Forum 2021 veröffentlicht

Im Rahmen des Bildungspolitischen Forums 2021 ist das Positionspapier "Innovation und Wohlstand durch MINT-Bildung" veröffentlicht worden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsnetzwerks Bildungspotenziale (LERN) unterstreichen, dass die MINT-Fächer wegen ihrer großen gesellschaftlichen Bedeutung mehr Gewicht in allen Bildungsbereichen benötigen. Das Positionspapier umfasst Vorschläge zur Verbesserung der MINT-Bildung. Die Autorinnen und Autoren sehen die größten Herausforderungen im Elementar- und Primarbereich, in der digitalen Transformation, in der Rekrutierung von Auszubildenden für MINT-Berufe sowie im Bereich der Hochschulen.

Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale (LERN)

Vorlesestudie 2021: Kitas als Schlüsselakteure in der Leseförderung

Erstmalig geht die Vorlesestudie der Frage nach, wie die Vorlesepraxis in den Kitas aussieht – neben dem Elternhaus das wichtigste Lernumfeld von Kindern bis 6 Jahren. Befragt wurden dazu 507 pädagogische Fachkräfte aus Einrichtungen, die repräsentativ für Kitas in Deutschland sind. In 91 Prozent der Kitas erhalten Kinder mindestens einmal am Tag Impulse durch Geschichten. In allen Kitas geht die Initiative zum Vorlesen auch von den Kindern selbst aus. Als einen möglichen Grund dafür nennen 62 Prozent der Fachkräfte, dass Kindern zu Hause zu wenig vorgelesen wird. Insgesamt schätzen 41 Prozent der pädagogischen Fachkräfte, dass mehr als einem Drittel der von ihnen betreuten Kinder zu Hause nicht vorgelesen wird. Als mögliche Gründe dafür nennen Fachkräfte neben der Nutzung anderer Medien sowie fehlender Zeit und Lust auch eingeschränkte (Vor-)Lesefähigkeiten, wenig Erfahrung sowie Unsicherheiten der Eltern. Zur weiteren Unterstützung wünschen sich die Fachkräfte neben Medien-Empfehlungen und Ausstattung mit Vorlesematerial auch konkrete Unterstützung für die Elternarbeit. Die Vorlesestudien werden zusammen mit Deutsche Bahn Stiftung und DIE ZEIT im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags durchgeführt.

Stiftung Lesen
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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