KW36: Wie digital muss die Grundschule sein?

Zwei Kita-Kinder spielen mit Trinkhalmen auf dem Boden
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Wie digital muss die Grundschule sein?

Darüber spricht Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", mit dem Magazin Baby und Familie. Neben einer guten technischen Ausstattung brauchen Pädagoginnen und Pädagogen Konzepte, Ideen und die Fähigkeit, digital-unterstütztes Lernen auch umsetzen zu können – von der technischen, aber auch didaktischen Seite. „Und auch die Unterstützung der Eltern – gewissermaßen als Lernbegleiter ihrer Kinder – ist von großer Bedeutung, etwa indem sie vermitteln, wie Lerntage gestaltet und Informationen dokumentiert werden“, so Michael Fritz.

Baby und Familie

Ifo Bildungsbarometer 2020

Wie steht die deutsche Bevölkerung zum Thema Bildungsföderalismus? Welche staatliche Ebene sollte für Bildungspolitik zuständig sein? Diese und weitere Fragen untersucht das ifo Bildungsbarometer 2020. Dazu wurden ca. 10.000 repräsentativ ausgewählte Erwachsene befragt. Das Ergebnis: Die deutsche Bevölkerung ist für mehr Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit im Bildungssystem. 60 Prozent sprechen sich dafür aus, dass bildungspolitische Entscheidungen von der Bundesregierung getroffen werden sollten. Auch in der Bildungsfinanzierung wünscht sich die deutsche Bevölkerung mehr Engagement des Bundes. Zudem wird verstärkt Vergleichbarkeit eingefordert: Eine Mehrheit von 88 Prozent findet es wichtig, dass Schülerleistungen zwischen den Bundesländern vergleichbar sind. Dementsprechend befürworten große Teile der Bevölkerung Reformvorschläge zur Erhöhung der Vergleichbarkeit.

Ifo Bildungsbarometer

Karliczek stellt Schwerpunkte der deutschen Ratspräsidentschaft für Bildung und Forschung vor

Deutschland hat am 1. Juli 2020 für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Ziel der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist, dass Europa stärker und souveräner aus der aktuellen Corona-Pandemie hervorgeht. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Karliczek hat am Dienstag im Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT) sowie im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europäischen Parlaments ihr aktuelles Präsidentschaftsprogramm vorgestellt. Der Schwerpunkt lag auf der Digitalisierung in der Bildung, dem Ausbau der beruflichen Bildung sowie der Stärkung des europäischen Forschungsraums. Hierzu erklärt Bundesministerin Anja Karliczek u. a.: "Wir wollen die Bildung in sämtlichen Bildungsbereichen digitaler machen. Denn wer digital kompetent ist, kann am sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Im September veröffentlicht die Europäische Kommission den neuen Aktionsplan für digitale Bildung. Ich halte dies für einen wichtigen weiteren Schritt. Wir streben entsprechend Schlussfolgerungen des Rates an, die auf die Aktualisierung des Aktionsplans reagieren. Dabei werden wir auch die Bedeutung von vernetzter Bildung in den Blick nehmen."

BMBF
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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