Bildungsnachrichten der Kalenderwoche 10

Ein Junge läuft grinsend mit einer Zeitung vor seinem Körper
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Ranking des Hochschulverbands

Die deutsche Wissenschaftsministerin Karliczek schneidet in dem Ranking des Deutschen Hochschulverbandes schlecht ab. Die Mitglieder wählten Karliczek auf den drittletzten Rang. Über zwei Drittel der Befragten (68,4 Prozent) hielten Karliczek auf dem Posten für ungeeignet. Elf Prozent urteilten, sie sei „die denkbar schlechteste Besetzung". Die Befragten begründeten ihre Ansicht damit, dass die Ministerin unauffällig sei, ihr die bildungspolitische Erfahrung fehle, sie den Universitäts-Betrieb nicht gut genug kenne und auch nicht wisse, welche Bedürfnisse die Hochschulen hätten.

SPIEGEL Online

MINT-Kompetenz für Deutschland

Die Bundesregierung fördert seit vielen Jahren die Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der MINT-Bildung. Darunter zählt beispielsweise der MINT-Aktionsplan, der zahlreiche Maßnahmen für die MINT-Bildung bündelt und sie mit neuen Vorhaben verknüpft. Eine neue Maßnahme, die im MINT-Aktionsplan aufgeführt wurde, ist die Umsetzung einer MINT-E-Plattform. Die Plattform soll sich als ein virtueller Marktplatz für Vernetzungsaktivitäten und den Austausch über Best-Practice-Beispiele etablieren. Das BMBF will die Konzeptionierung, den Aufbau und die Implementierung einer MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle fördern.

Bildungsklick.de

BERLIN

Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)

Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Vertretungsstunden – mit diesen Problemen kämpfen in Berlin besonders Schulen in sozialen Brennpunkten. Dies zeigt die WZB-Studie, die am Beispiel von Berlin untersucht hat, wie die soziale Mischung an einer Schule und deren Qualität zusammenhängen. Obwohl schon lange zusätzliche Mittel an Schulen fließen, in denen besonders viele Kinder aus einkommensschwachen Haushalten lernen, ist die Qualität dieser Schulen messbar schlechter als die von Schulen mit einer günstigeren sozialen Zusammensetzung. Die Autoren Marcel Helbig (WZB) und Rita Nikolai (Humboldt-Universität zu Berlin) kommen zu dem Schluss, dass gerade die sozial benachteiligten Schulen unter den schwierigsten Bedingungen arbeiten.

Bildungsklick.de

HAMBURG

Schulentwicklungsplan

Ties Rabe (SPD), Hamburgs Schulsenator, hat angesichts steigender Schülerzahlen ein vier Milliarden Euro schweres Schulausbauprogramm angekündigt: „Bis zum Jahr 2030 erwarten wir rund 45.000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler, 25 Prozent mehr als heute“, erklärte Rabe. Hintergrund der steigenden Schülerzahl sei vor allem der Geburtenanstieg in Hamburg. Um sie alle unterbringen zu können, werden in den nächsten zehn Jahren mehr als 30 neue staatliche Schulen gebaut und viele Schulen saniert, modernisiert und vergrößert. Die Kosten dafür bezifferte Rabe auf mehr als vier Milliarden Euro.

Bildungsklick.de

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Digitalisierung der Schulen

170 Millionen Euro über fünf Jahre für Schleswig-Holsteins digitale Schulen. „Der Digitalpakt ist ein Pakt für die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler. Ich bin froh über die Einigung im Februar im Bundesrat und sehr zuversichtlich, dass wir noch im März die Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern unterzeichnen können“, sagte am Donnerstag Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Im Landtag berichtete die Ministerin, das Ministerium erarbeite aktuell eine Förderrichtlinie, um das Antragsverfahren für die Schulträger auf den Weg zu bringen und die Mittel gerecht zu verteilen. „Ich bin hoffnungsvoll, dass schon in diesem Jahr die ersten Mittel aus dem Digitalpakt fließen werden“, sagte Prien.

Bildungsklick.de

Bildungsministerin Karin Prien will begabte Schülerinnen und Schüler stärker fördern

Dafür stellt das Bildungsministerium mehr Geld und Personal zur Verfügung. Profitieren sollen Schülerinnen und Schüler an Schulen in sozial schwierigen Lagen. „Mir ist ganz besonders wichtig, dass wir die Leistungsstarken genauso fördern wie die Leistungsschwachen“, sagte die Ministerin im Gespräch. Nach dem PISA-Schock habe man sich in Deutschland über viele Jahre auf die leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler konzentriert. „Dies ist auch richtig und die müssen wir weiter im Blick haben. Aber die Leistungsstarken und besonders Begabten sind da immer ein bisschen durchgerutscht“, so Prien.

News4Teachers.de
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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