Bildungsnachrichten der Kalenderwoche 09

Ein Junge läuft grinsend mit einer Zeitung vor seinem Körper
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

OECD-Studie

Der Bericht „How’s Life in the Digital Age?“ bewertet die Chancen und Risiken der digitalen Transformation in den OECD-Ländern anhand von verschiedenen Indikatoren. Fazit der Studie: Die Auswirkungen digitaler Technologien können durchaus positiv sein und unser Leben verbessern. Sie können aber auch Risiken für das Wohlbefinden von Menschen mit sich bringen und soziale Ungleichheiten verstärken. Um die Digitalisierung zum Wohle aller Menschen einsetzen zu können, müssten insgesamt gleichwertige digitale Möglichkeiten, weit verbreitete digitale Kompetenzen und starke digitale Sicherheiten geschaffen werden. Alle Menschen sollten vom digitalen Wandel profitieren.

OECD

Der Bundesrechnungshof macht Ministerin Karliczek Vorwürfe

Die Bildungsprämie ist teuer und wird kaum nachgefragt. Die Idee des Bildungsministeriums ist gut: Eine Bildungsprämie soll Menschen mit niedrigen Einkommen eine Weiterbildung ermöglichen. Schlecht ist nur, dass die Prämie aus dem Haus von Ministerin Anja Karliczek (CDU) teuer und wenig effektiv ist. Das hat eine Prüfung des Bundesrechnungshofes ergeben, mit der sich am Freitag der Bundestag befasste.

Augsburger Allgemeine

Digitalpakt: Wie geht es nun weiter?

Nachdem der Bundestag die Grundgesetzänderung in der vergangenen Woche beschlossen hat, wird ein Beschluss im Bundesrat Mitte März erwartet. Dann wollen Bund und Länder den Digitalpakt unterzeichnen, wie Karliczek ankündigte. „Vorher werden wir mit den Kultusministerinnen und Kultusministern der Länder beraten, was die Veränderungen auf der grundgesetzlichen Ebene für den Digitalpakt bedeuten“, teilte Karliczek mit. In einem Interview dämpfte die Ministerin Erwartungen zum Ausmaß der Bundesförderung. Auch die Länder müssen sich engagieren, der Bund finanziere in erster Linie Infrastruktur und Technik. Die fünf Milliarden Euro seien dazu da, den Prozess zu beschleunigen und digitale Bildung flächendeckend an die Schulen zu bringen.

News4Teachers.de

BERLIN

Rückkehr zur Verbeamtung?

Die SPD stimmt am 30. März über eine Rückkehr zur Verbeamtung von Berlins Lehrkräften ab. Im Jahr 2004 hatte der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Beamtenstatus für Lehrkräfte abgeschafft. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) warb auf der Sitzung des zuständigen SPD-Fachausschuss Schule am vergangenen Freitag offen für die Verbeamtung, weil die Zahl der auswärtigen Bewerber sinke, weniger Studierende in Berlin blieben und gleichzeitig mehr Lehrer kündigen.

Tagesspiegel

Zweites Kita-Spitzengespräch mit Sandra Scheeres

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie hat sich zum zweiten Mal mit Vertretungen der Kita-Verbände, Eltern, Gewerkschaften und Bezirken getroffen. Im Zentrum des Austausches standen die aktuelle Kita-Situation sowie eine Bewertung der jüngsten Maßnahmen. Das Gespräch am vergangenen Freitag bewertete Scheeres als positiv. Seit dem ersten Kita-Spitzengespräch Ende Juni 2018 habe ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch mit den Teilnehmenden stattgefunden. „Die 2018 ergriffenen Maßnahmen zeigen bereits eine erste positive Wirkung“, teilte Scheeres mit. Die Senatorin betonte jedoch, dass die Kita-Situation weiter angespannt ist. Die Nachfrage nach Plätzen steige weiter. „Wir sehen Verbesserungen, aber wir sind noch nicht über dem Berg. Vieles, was wir auf den Weg gebracht haben, braucht noch Zeit, um zu wirken“, so die Senatorin. Sie appellierte daher erneut an die Kita-Träger, kurzfristig mehr Plätze bereit zu stellen.

Bildungsklick.de

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Viel Kritik für Hesses (SPD) neues Schulgesetz

Vor einem Monat wurde das neue Schulgesetz zur Beratung in den Landtag eingebracht. Schon zum Schuljahr 2019/2020 soll das Gesetz in Kraft treten. Zu den Änderungen gehören u.a. Maßnahmen zur Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf. In einer Anhörung am Mittwoch im Landtag musste die Bildungsministerin Birgit Hesse allerdings viel Kritik einstecken. Die Liste der Streitpunkte ist lang. Die Zeit sei viel zu kurz. Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Trägern hatten bei der Anhörung ihre Vorbehalte gegenüber der geplanten Gesetzesänderung vorgetragen. Sie fordern mehr Personal und klare Vorgaben vom Ministerium. Bildungsministerin Birgit Hesse verteidigte die Pläne in einer Mitteilung, zeigte sich aber gesprächsbereit. „Ich kann versichern, dass wir die Kritik ernst nehmen und prüfen werden, inwieweit wir die gemachten Vorschläge berücksichtigen können“, sagte Hesse.

Schweriner Volkszeitung

RHEINLAND-PFALZ

Geld für sprachliche Förderung in Kitas

Sprache stark machen! Sprachliche Bildung findet in den Kindertagestätten grundsätzlich alltagsintegriert statt. „Auch in diesem Jahr stellen wir alleine dafür wieder zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 6,5 Millionen Euro zur Verfügung“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Alltagsintegrierte Sprachförderung bedeutet, dass die pädagogische Arbeit auf eine systematische Unterstützung und Begleitung der natürlichen Sprachenentwicklung ausgelegt ist. Aus dem Miteinander im Kita-Alltag ergeben sich Förderanlässe. Den Kindern werden Sprachgefühl und Sprachkompetenzen vermittelt. „Sprache eröffnet Zugänge zu Bildung, zu Wissen, zur Welt. Gleichzeit ist die Sprache auch auf der zwischenmenschlichen Ebene von besonderer Bedeutung: Sie hilft sich zu erklären, das Gegenüber zu verstehen und Missverständnisse auszuräumen. Deshalb legen wir schon in unseren Kindertagesstätten einen besonderen Schwerpunkt auf sprachliche Bildung und Sprachförderung“, so Hubig.

Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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