UNESCO-Weltkonferenz und Jugend(hilfe)Monitor vorgestellt

© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Deutschland ist Gastgeber der UNESCO-Weltkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Vom 17. bis 19. Mai veranstalten die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) die digitale Weltkonferenz „Learn for Our Planet. Act for Sustainability“. Sie bildet den offiziellen Auftakt für die neue Dekade zur weltweiten Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen bis 2030. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt dazu: "Es ist enorm wichtig, Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, in alle Bildungsbereiche zu integrieren - etwa in die Lehrpläne, die außerschulischen Aktivitäten und die Lehrerausbildung. BNE beginnt schon in der KITA, wenn Kinder fragen, woher die Erdbeeren im Winter kommen oder warum ihr Frühstücksbrot in braunes Papier und nicht in glitzernde Folie eingepackt ist. […] Wir teilen sehr gerne unsere Erfahrungen. Ich freue mich deshalb auf den Austausch mit mehr als 70 Ministerinnen und Ministern sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft aus 130 Ländern der ganzen Welt."

Bundesministerium für Bildung und Forschung

DIW-Studie analysiert Belastungsempfinden und Zufriedenheit von Erzieherinnen und Erziehern

Eine Studie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt: Acht von zehn Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland fühlen sich durch ein als unangemessen empfundenes Gehalt belastet. Auch zu viel Zeitdruck und ein hohes Arbeitspensum sind Belastungsfaktoren. Nicht nur auf dem Gehaltszettel, sondern auch vonseiten der Vorgesetzten mangelt es sieben von zehn Erzieherinnen an Anerkennung, drei Viertel sehen schlechte Aufstiegschancen. Für die Studie wurden Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Auf Basis der bis Ende des Jahres 2019 reichenden Daten lässt sich untersuchen, welche Belastungen Erzieherinnen und Erzieher empfinden und wie zufrieden sie mit verschiedenen Bereichen ihres Lebens sind. Eine zentrale Erkenntnis: Erzieherinnen und Erzieher sind mit Blick auf ihre Arbeit, ihr Einkommen und auch ihr Leben allgemein unzufriedener als Grundschullehrkräfte. Infolge der Corona-Pandemie haben die Belastungen für Erzieherinnen womöglich noch weiter zugenommen, erklärt Spieß. Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse und des weiter immens steigenden Bedarfs an pädagogischem Fachpersonal – beispielsweise auch für den vom Bundeskabinett kürzlich verabschiedeten Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder – sprechen sich Spieß, Gambaro und Westermaier dafür aus, Attraktivitätsoffensiven für den Erzieherberuf auszubauen. "Mehr Personal, höhere Löhne und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten sind dabei nur wenige Teile eines größeren Puzzles", sagt Spieß.

DIW Berlin

Jugend(hilfe)Monitor 2021 vorgestellt

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat den Deutschen Kinder- und Jugend(hilfe)Monitor 2021 vorgelegt. Für diesen "Chancen-Check – Zukunft trotz(t) Corona" hat sie hochaktuelle Daten zum Aufwachsen in Deutschland ausgewertet und zusammengeführt. Das Fazit: Die Corona-Pandemie hat die soziale Schieflage bei Kindern, Jugendlichen und Familien in Deutschland drastisch verschlimmert. "Die Corona-Pandemie hat Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern mit niedrigen Einkommen deutlich stärker getroffen. Lockdown bedeutet für sie: Leben auf engem Raum, kein digitales Homeschooling, keine Eltern, die im Homeoffice das Lernen intensiv begleiten können", so Prof. Dr. Karin Böllert, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe. Die AGJ fordert in ihrem Monitor u. a. Qualitätsstandards in Kita und Ganztag.

Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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