OECD-Bildungsbericht, MINT-Cluster und Notbetrieb?

Lehrerin und Kinder schreiben auf eine Schultafel
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher

BUNDESWEIT

OECD-Bericht: „Bildung auf einen Blick“ 2022

Die OECD hat am vergangenen Dienstag ihren Bericht „Bildung auf einen Blick“ 2022 veröffentlicht und vergleicht darin die Bildungssysteme von insgesamt 45 Ländern. Aus den Ergebnissen geht eine überdurchschnittlich hohe Beteiligungsquote von Kindern in Deutschland an Angeboten der frühkindlichen Bildung hervor. Überdurchschnittlich im internationalen Vergleich schneidet Deutschland außerdem bei den Studienanfängerinnen und -anfängern für MINT-Fächer ab. Diese liegt bei rund 38 Prozent im Vergleich zum OECD-Durchschnitt von 27 Prozent.

BMBF

Lehrkräfte entlasten und Schulen „krisenfest“ machen

Den jüngst veröffentlichten OECD-Bildungsbericht nimmt der Deutsche Philologenverband zum Anlass, um eine Entlastung von Lehrkräften und eine bessere Bildungsfinanzierung zu fordern. Deutschlands Lehrkräfte haben im internationalen Vergleich während der Corona-Pandemie weit mehr in Präsenz unterrichtet als dies in anderen Ländern der Fall war. Die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Susanne Lin-Klitzing, fordert eine Entlastung von Lehrkräften und attraktivere Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus fordert Lin-Klitzing eine bessere Bildungsfinanzierung.

NEWS4TEACHERS

BMBF fördert 53 MINT-Cluster in Deutschland

Mit drei neuen MINT-Clustern in Hannover, Braunschweig und Göttingen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun insgesamt 53 MINT-Cluster in Deutschland. Die MINT-Cluster-Förderung ist Teil des MINT-Aktionsplan 2.0, mit dem das BMBF neue Impulse für die Vernetzung von außerschulischer und schulischer MINT-Bildung setzt. Die MINT-Cluster weiten das Angebot an kreativen, niedrigschwelligen MINT-Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche aus.

bildungsklick

Flächendeckende Schulschließungen ausgeschlossen

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz sollen flächendeckende Schulschließungen vermieden werden. Die Länder werden darin ermächtigt, Testungen an Schulen zu veranlassen und eine Maskenpflicht ab Klasse fünf zu verordnen.

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Bessere Rahmenbedingungen für Lehrkräfte

Anlässlich des Weltlehrertags am 5. Oktober forderten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) die Politik auf, bessere Rahmenbedingungen für den Lehrkräfteberuf zu schaffen. Als zentrale Herausforderung betonen beide Gewerkschaften den zunehmenden Lehrkräftemangel. Das laufende Schuljahr startete mit schätzungsweise 20.000 bis 30.000 fehlenden Lehrkräften.

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Zahl der Lehramtsabsolventen seit 2012 gesunken

Der deutsche Lehrerverband schlägt Alarm: Im Zehnjahresvergleich sank die Zahl der Lehramtsabsolventinnen und -absolventen um 13,8 Prozent. Im vergangenen Jahr haben rund 28.900 Lehramtsstudierende ihre Abschlussprüfungen bestanden. Das waren rund 3,8 Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr 2020. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, spricht von einem „unübersehbaren Alarmzeichen“ und fordert die Politik auf, die schulischen Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern.

NEWS4TEACHERS

SACHSEN

Sächsische Lehrkräfte arbeiten zu viel

Sächsische Lehrkräfte überschreiten ihre Arbeitszeit, das geht aus einer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Auftrag gegebenen Studie hervor. Im Jahresdurchschnitt leisten Lehrkräfte in Sachsen mehr als drei Überstunden pro Woche. Ein Drittel der Lehrkräfte in Vollzeit arbeite während der Schulzeit mehr als 48 Stunden pro Woche. Im Rahmen der Studie wurden im Zeitraum vom 27. Juni bis 29. Juli 1473 Lehrkräfte an 300 sächsischen Schulen online befragt. Die GEW hat die Landesregierung aufgefordert, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Süddeutsche Zeitung

BADEN-WÜRTTEMBERG

Lehrerverband warnt vor „Notbetrieb“ an Schulen

Bereits wenige Wochen nach Beginn des neuen Schuljahrs, haben viele Schulen in Baden-Württemberg Probleme, den planmäßigen Unterricht abzudecken. Das geht aus einer Studie des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) hervor. Laut Umfrage sei etwa jede fünfte Grundschule (19 Prozent) deutlich unterversorgt. Der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand spricht von einem „besorgniserregenden Wert“. Für einen planmäßigen Unterricht müssten fast 40 Prozent der Grundschulen Klassen zusammenlegen.

Süddeutsche Zeitung
Portrait von Winona von Vlahovits
Autor/in: Winona von Vlahovits

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bin ich Volontärin für den Bereich Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation.
Als Masterabsolventin der Politischen Kommunikation finde ich es spannend, auf die gesellschaftliche Relevanz von guter früher Bildung aufmerksam zu machen. An einem perfekten Wochenende erkunde ich entweder das Berliner Umland oder Ausstellungen und am Sonntag gibt es Lasagne.

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