Übergang Kita - Grundschule und Kita-Sterben in Berlin?

Kind wischt einen Schriftzug von einer weißen Tafel
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher

BUNDESWEIT

Bildungsverbände warnen vor einem dramatischen Lehrkräftemangel

Zum Schuljahresbeginn fehlen nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbands bis zu 40.000 Lehrerinnen und Lehrer. In allen Bundesländern hat sich die Unterrichtsversorgung verschlechtert, gibt der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger zu verstehen. Mit Blick auf die Lehrkräftelücke werden Unterrichtsausfälle, gekürzte Stundenpläne und gestrichene Zusatzangebote an der Tagesordnung sein. Gleichzeitig gibt es deutschlandweit derzeit fast elf Millionen Schülerinnen und Schüler und die Zahlen steigen.

Süddeutsche Zeitung

Interview: Wie schafft es Deutschland aus der „digitalen Misere“ heraus?

Im Interview mit DER SPIEGEL erklärt Informatik-Professor Michael Resch, welche Auswirkungen bildungspolitische Versäumnisse im Bereich der Informatik und die mangelnde Vermittlung von informatischen Kenntnissen im Schulunterricht für Digitalisierungsprozesse in Deutschland haben. Dabei blickt Resch auch auf den Fachkräftemangel im Informatik-Bereich und bespricht, warum sich das Bildungssystem endlich den Herausforderungen anpassen muss.

DER SPIEGEL

Der Bundesrechnungshof fordert Ende des Digitalpakts

Der Digitalpakt 2.0 zählt zu den zentralen bildungspolitischen Zielen der Bundesregierung. Mit 6,5 Milliarden Euro fördert der Bund den Ausbau der digitalen Infrastruktur an deutschen Schulen. Aus dem Bundesrechnungshof wird die Kritik laut, dass das Bundesbildungsministerium über zu wenig Steuerungs- und Kontrollrechte verfüge und die Mittel nicht nach Bedarf verteilt werden. Weiterhin fordert der Rechnungshof, der Bund solle sich auf seine verfassungsmäßigen Aufgaben konzentrieren, zu denen Schulangelegenheiten nicht gehörten.

Der Tagesspiegel

BERLIN

Kita-Sterben in Berlin?

Der Verband der kleinen und mittelgroßen Kita-Träger in Berlin warnt vor einem Kita-Sterben. Gründe dafür sind laut Geschäftsführer Lars Békési der immer dramatischere Fachkräftemangel sowie die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise. Békési fordert den Senat auf, schnell gegenzusteuern und Kitas zu unterstützen. Die zu niedrige Sachkostenpauschale müsse angepasst und Kitas mit einer Einmalzahlung pro betreutem Kind entlastet werden. Ansonsten stünden viele Berliner Kitas vor dem Aus.

DIE ZEIT

RHEINLAND-PFALZ

Modellprojekt für einen guten Übergang von der Kita in die Grundschule gestartet

In Rheinland-Pfalz startet ein Modellprojekt für einen erfolgreichen Übergang von der Kita in die Grundschule. Geleitet wird das Projekt vom Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB) an der Hochschule Koblenz und wird mit 250.000 Euro vom Land gefördert. Erprobt wird, wie bedarfsgerechte Strukturen für die Gestaltung des Übergangs aufgebaut werden können. „Übergänge dürfen nicht zu Sollbruchstellen werden, sondern sollten für alle Kinder durchlässig, als Übergänge von einem erfolgreich abgeschlossenen Lernort zum nächsten, und ohne Brüche erlebt werden“, sagt die Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

bildungsklick

HAMBURG

Sprachförderprogramm für Kinder gestartet

Zu Beginn des neuen Schuljahres startet in Hamburg an 32 Grundschulen ein Sprachförderprogramm. Das Programm "MITSprache" der Stiftung Fairchance richtet sich an Vorschulkinder sowie Erst- und Zweitklässler. Dadurch sollen pandemiebedingte Lernrückstände aufgeholt und Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf erreicht werden. Finanziert wird das Sprachförderprogramm mit 450.000 Euro, die der Bund, die Schulbehörde und die Stiftung Fairchance bereitstellen.

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BAYERN

Auf Kosten der Kita-Qualität

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, verzichtet Bayern auf Qualität beim Bildungsangebot in den Kitas. Die Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) kündigte am vergangenen Dienstag an, dass in sogenannten Einstiegsgruppen auch nicht ausgebildete Kräfte Kinder bis vier Jahren betreuen könnten. SPD und Grüne kritisieren die Qualitätseinschränkungen in den Kitas. Johannes Becher, Sprecher für frühkindliche Bildung der Landtags-Grünen, spricht von einer „Bankrotterklärung der Sozialministerin an den eigenen Bildungsanspruch“.

Süddeutsche Zeitung

THÜRINGEN

Schulstart in Thüringen: Mehr Schüler und größere Klassen

Am Montag ist auch Thüringen in das neue Schuljahr gestartet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler leicht um 1,1 Prozent erhöht. Um den Unterricht für die neu angekommenen Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine sicherzustellen, können Klassen auf bis zu 30 Schüler aufgestockt werden. Bis zum Jahresende wird mit 10.000 ukrainischen Kindern und Jugendlichen in den Schulen Thüringens gerechnet. Mit Blick auf die Zahlen, werden rund 500 zusätzliche Lehrkräfte gebraucht.

Süddeutsche Zeitung

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Landesregierung fordert Fortsetzung von „Sprach-Kitas“

Die Landesregierung beschließt einen Initiativantrag im Bundesrat auf Fortsetzung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ zu stellen. Zuletzt hatte das Bundesfamilienministerium den Förderstopp des Programms zum Jahresende verkündet und aus den Ländern Kritik geerntet. Allein in Mecklenburg-Vorpommern werden in 140 Sprach-Kitas 171 Fachkräfte für die Sprachförderung mit Hilfe von Bundesmitteln finanziert. Weit über vier Millionen Euro habe das Land im Jahr 2022 erhalten, so die Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke).

Süddeutsche Zeitung
Portrait von Winona von Vlahovits
Autor/in: Winona von Vlahovits

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bin ich Volontärin für den Bereich Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation.
Als Masterabsolventin der Politischen Kommunikation finde ich es spannend, auf die gesellschaftliche Relevanz von guter früher Bildung aufmerksam zu machen. An einem perfekten Wochenende erkunde ich entweder das Berliner Umland oder Ausstellungen und am Sonntag gibt es Lasagne.

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