KW45: Klischeefreie frühe Bildung

Die Kinder entdecken ein Luftpolster
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Neues Themendossier zur klischeefreien frühen Bildung

Die Initiative Klischeefrei widmet ihr aktuelles Dossier dem Thema "klischeefreie Frühe Bildung". In dem Dossier werden u. a. die Zusammenhänge zwischen früher Bildung und Berufswahl erläutert und es wird zudem beleuchtet, ob das Geschlecht der Fachkräfte in Kitas eine Rolle spielt. Expertinnen und Experten aus der Kita-Praxis sowie Eltern kommen zu Wort und sprechen über ihre Erfahrungen. Auch Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", spricht in einem Interview als Teil des Dossiers mit Klischeefrei über das Thema "MINT in der Kita – Forschen Jungs und Mädchen unterschiedlich? Erfahrungen aus der Praxis".

Klischeefrei.de

Aufstiegs- und Karrierechancen für pädagogische Fachkräfte

Welche Themenfelder werden wichtiger für die frühe Bildung und eignen sich für Aufstiegs- und Karrierewege der frühkindlichen Bildung? Das untersucht die Kurzstudie "Zukunftsfelder für Erzieherberufe - Fachkarrieren in der frühen Bildung". Sie wurde vom Bundesfamilienministerium gefördert und von der Prognos AG mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin verfasst. Die Studie betrachtet exemplarisch drei Zukunftsfelder für den Erzieherberuf, in denen sich durch eine Spezialisierung Fachkarrieren eröffnen könnten: Praxisanleitung (1), digitale Medienbildung (2), Grundschulkinderpädagogik (3). In der Praxisanleitung übernehmen Fachkräfte der frühen Bildung Ausbildungs- und Lehrtätigkeiten, tragen zur Organisationsentwicklung bei und übernehmen koordinierende Aufgaben. Auch die digitale Medienbildung gewinnt an Bedeutung - Erzieherinnen und Erzieher, die besondere Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien mitbringen und Antworten auf entsprechende pädagogische Fragen geben können, werden mehr und mehr gebraucht. Und nicht zuletzt die zunehmende Beliebtheit der Ganztagsbildung und -betreuung von Schulkindern stellt heute spezifische Anforderungen an eine schul- und entwicklungsphasengerechte Förderung der Kinder. All diese Tätigkeitsfelder, die in der Studie exemplarisch beleuchtet werden, eignen sich für Fachkarrieren in der frühen Bildung - so die Autorinnen und Autoren der Studie.

BMFSFJ

Bundesbildungsministerin unterzeichnet Bund-Länder-Vereinbarung zur Administration

Am Dienstag hat Anja Karliczek die Bund-Länder-Vereinbarung für die Förderung von Administratorinnen und Administratoren unterzeichnet, die sich an den Schulen um die digitale Technik kümmern. Damit wird das Engagement des Bundes zur Digitalisierung der Schulen ausgeweitet. „Durch die Corona-Pandemie mussten die für Schule Verantwortlichen schnell handeln und die Digitalisierung der Schulen beschleunigen. Besonders durch die vom Bund bereit gestellten Mittel im DigitalPakt Schule konnte gerade in den zurückliegenden Monaten die digitale Infrastruktur für digitales Lernen verbessert werden, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind. Durch diese Maßnahmen ist gleichzeitig die Anforderung an den technischen Support vor Ort enorm gestiegen. Deshalb investiert der Bund jetzt weitere 500 Millionen Euro für die Förderung der Ausbildung und der Finanzierung von IT-Administratorinnen und Administratoren, die sich vor Ort um die Technik kümmern sollen“, so Karliczek. Mit der Unterschrift unter die zweite Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule können nun 500 Millionen Euro an die Schulen fließen, um die Administration der IT in den Schulen und damit die Digitalisierung der Schulen zu fördern. Die Mittel dafür stehen bereit. Anträge können bei den Ländern gestellt werden, sobald deren Förderrichtlinien veröffentlicht wurden.

BMBF

BADEN-WÜRTTEMBERG

Studie der Universität Tübingen – schon Grundschulkinder verstehen Wissenschaft

Schon Grundschulkinder der dritten und vierten Klasse können lernen, wie Wissenschaft funktioniert. Dies zeigt eine neue Studie des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen: Nach speziellen Kursen, in denen Kinder selber forschen durften, konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass diese dabei ein Verständnis für grundlegende Abläufe von Wissenschaft entwickelt hatten. Dr. Julia Schiefer hat mit Kolleginnen und Kollegen die Förderung des Wissenschaftsverständnisses in Kursen an den Hector Kinderakademien untersucht, die ein Förderprogramm für besonders begabte und hochbegabte Kinder anbieten. Insgesamt nahmen 310 Kinder der dritten und vierten Klasse an 28 Standorten in ganz Baden-Württemberg an der Studie teil. Die Wirksamkeit des Hector Core Course „Kleine Forscher“ zeige, dass „man sehr früh die Weichen stellen kann, um Kinder an wissenschaftliches Denken heranzuführen, und das ist ein Gewinn für die Gesellschaft“, hebt Professorin Jessika Golle hervor, die für die wissenschaftliche Begleitung der Hector Kinderakademien verantwortlich ist.

Universität Tübingen
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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