KW40: Deutsche Schulen digital schlecht ausgestattet

Auf dem Bild sieht man ein Smartphone
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
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INTERNATIONAL

PISA-Auswertung – Deutsche Schulen digital schlecht ausgestattet

Beim Schulleistungsvergleich PISA werden neben den obligatorischen Tests in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften bei 15-Jährigen jeweils auch persönliche Daten und Einschätzungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Schulleitungen per Befragung erhoben. Eine Sonderauswertung der letzten PISA-Erhebung zeigt, dass Deutschland bei der digitalen Ausstattung von Schulen und Schülerinnen und Schülern und der entsprechenden Ausbildung von Lehrkräften im internationalen Vergleich weit hinten liegt. Zum Zeitpunkt der PISA-Erhebung hatten den Angaben zufolge in Deutschland nur 33 Prozent der Schülerinnen und Schüler Zugang zu einer Online-Lernplattform; im OECD-Schnitt waren es mehr als 54 Prozent. Deutschland landete damit in der Schlussgruppe. In Singapur, einigen chinesischen Metropolen oder Dänemark hatten schon 2018 den Angaben zufolge mehr als 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler Zugang zu Lernplattformen. Deutschland lag der Untersuchung zufolge außerdem bei der Anzahl verfügbarer Computer für Schülerinnen und Schüler unter dem OECD-Schnitt und zudem weit hinten beim Thema digitale Weiterbildung von Lehrkräften. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Thomas Sattelberger, nannte die OECD-Zahlen im Bereich digitale Ausbildung von Lehrkräften einen "überlauten Weckruf". Andere Länder hätten zudem viel früher digitale Endgeräte und Lernsoftware in ihren Unterricht integriert. Die Sprecherin für Bildungspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Margit Stumpp, sagte, Deutschland müsse in der Bildungspolitik endlich aus dem Hintertreffen raus und in die Offensive kommen. Sie forderte "unbürokratisch und schnell" eine digitale Grundausstattung unter anderem aus Breitband, WLAN, Endgeräten und professioneller Administration.

FAZ

NIEDERSACHSEN

Kultusetat 2021 – 7,5 Milliarden Euro für Kitas, Schulen und Berufsbildung

Im kommenden Jahr steigt der Kultusetat um mehr als 350 Millionen Euro auf die Höchstmarke von 7,5 Milliarden Euro. Das Land Niedersachsen will im kommenden Jahr damit so viel Geld wie nie zuvor in den Bereich Kita, Schule und berufliche Bildung investieren. Das geht aus dem Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2021 hervor, den Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne im Kultusausschuss vorgestellt hat. Der Anteil am Gesamthaushalt des Landes Niedersachsen wird im kommenden Jahr 20,9 Prozent ausmachen. "Der weitere Aufwuchs im Kultusetat zeigt, dass Bildung in Niedersachsen höchste Priorität hat. Dabei haben wir alle Kinder und Jugendlichen im Blick und stärken die gesamte Bildungskette", sagte Kultusminister Tonne. Die Ausgaben für den frühkindlichen Bereich werden erneut deutlich erhöht, von 1,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr 2020 auf rund 1,6 Milliarden Euro in 2021. Der Ansatz wird in den Folgejahren weiter erhöht, sodass im Zeitraum bis 2024 rund 6,3 Milliarden Euro für mehr Plätze und Qualitätsverbesserungen bei Krippen, Kindergärten und der Kindertagespflege bereitgestellt werden.

Niedersächsisches Kultusministerium
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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