KW08: Geschlechtertrennung im Unterricht?

Auf dem Bild sieht man ein Mädchen und einen Jugen, die ein gebasteltes Spiel in einem Schuhkarton in den Händen halten
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Geschlechtertrennung im Unterricht

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) plädiert für einen getrennten Unterricht von Jungen und Mädchen in Fächern wie Mathematik und Naturwissenschaften. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Hubig: "Seien wir offen dafür, Mädchen und Jungen in Fächern wie Mathe und Physik phasenweise getrennt zu unterrichten. Lassen wir uns auf dieses Experiment ein und schauen wir, welches Ergebnis wir bekommen." Mit der Idee, den Unterricht in Schulen nach Geschlechtern zu trennen, erntet Hubig viel Kritik. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz lehnt eine Geschlechtertrennung im Unterricht ab: "Wir müssen stattdessen eher die Frage stellen, wie kann es uns in unserem Unterricht gelingen, unterschiedliche Neigungen und Interessen von Schülern stärker zu fördern, zu unterstützen, Nachhilfe zu geben dort wo es nötig ist", erklärt der CDU-Politiker. Auch Marco Tullner (CDU), Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, sieht in der Aufteilung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht eher eine Gefahr, Vorurteile zu unterstützen: "Man muss natürlich festhalten, dass Unterricht grundsätzlich zielgruppenorientiert sein sollte und dass man dann weder mit Stereotypen arbeiten sollte, noch mit irgendwelchen geschlechterspezifischen Zuschreibungen."

SPIEGEL

BERLIN

Junior1stein, die neue Strategie zur Stärkung von MINT an Berliner Schulen und Kitas

Senatorin Sandra Scheeres hat am vergangenen Mittwoch in Berlin die neue Strategie der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur nachhaltigen Stärkung des MINT-Unterrichts an Berliner Schulen und Kitas vorgestellt. Ziel der Strategie ist es, soziale Barrieren zu überwinden und allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Elternhaus und Geschlecht – einen motivierenden Zugang zu Mathematik, Naturwissenschaften, Technik und digitaler Bildung zu ermöglichen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres erklärte: "Interesse und Vorlieben bilden sich schon früh, und ihr Einfluss zieht sich durch die ganze Bildungskarriere. Deshalb setzt junior1stein ganz bewusst auch schon bei den Kitas an. Und generell gilt: Wissenschaftliches Verständnis und logisches Denken sind auch die beste Prävention gegen Vorurteile und Verschwörungstheorien."

Junior1stein
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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