KW49: Internationale Bildungsstudie veröffentlicht

Auf dem Bild sieht man ein Kind, dass mit einer Informatik-Tafel spielt
© Christoph Wehrer / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

BUNDESWEIT

PISA 2018

Die repräsentative PISA-Studie untersucht alle drei Jahre, wie gut Jugendliche zum Ende ihrer Pflichtschulzeit grundlegende Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in alltäglichen Situationen anwenden können. Das Ergebnis: Fünfzehnjährige in Deutschland liegen in den genannten Bereichen weiterhin über dem OECD-Durchschnitt. Allerdings ist ca. ein Fünftel der 15-Jährigen kaum in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen und zu reflektieren. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass in Deutschland der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft der Jugendlichen und ihrer Lesekompetenz besonders stark ausgeprägt ist. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärte dazu: "Deutschland hat ein gutes Schulsystem. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten hervorragende Arbeit. Dadurch liegt Deutschland auch in dieser PISA-Studie leicht über dem OECD-Durchschnitt. Damit können wir aber nicht zufrieden sein. Andere Staaten ziehen an uns vorbei. Mittelmaß kann nicht unser Anspruch sein. Denn jedes Kind, jeder Mensch hat Anspruch auf gute Bildung. Und außerdem ist unser Wohlstand in Deutschland auf Innovation, Erfindergeist, Exzellenz, und nicht auf Mittelmaß gegründet. Besonders bedenklich ist, dass jeder fünfte Fünfzehnjährige nicht einmal auf Grundschulniveau lesen kann. Das ist alarmierend, weil dadurch auch die Zahl von über sechs Millionen funktionalen Analphabeten nicht sinken wird. Das passt auch nicht zu unserem Ziel, niemanden zurückzulassen. Bund und Länder sind gemeinsam gefordert, unser Bildungssystem weiter zu verbessern, jeder in seinem Verantwortungsbereich. Gerade zur frühkindlichen Leseförderung hat der Bund verschiedene Programme ins Leben gerufen. Die werden wir jetzt noch konsequenter weiterverfolgen. Mit Programmen wie ,Schule macht stark‘ werden wir versuchen, bessere Instrumente zu finden, um Schulen in sozial schwierigen Lagen zielgerichtet unterstützen zu können. Gleichzeitig fördern wir mit ,Leistung macht Schule‘ besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler."

OECD

Bildungsrat ohne den Bund?

Bessere Zusammenarbeit, vergleichbare Noten – den Aufbau des Nationalen Bildungsrats haben Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Jetzt scheitert der geplante Bildungsrat jedoch, da der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und die baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann angekündigt haben, sie werden sich nicht am geplanten Nationalen Bildungsrat beteiligen. Jetzt wollen die Bundesländer ein eigenes Beratungsgremium für Bildungsfragen schaffen. Das beschlossen die Kultusminister aller Bundesländer am Donnerstag, wie die Süddeutsche Zeitung aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Wie der geplante Nationale Bildungsrat auch soll es die Länder in ihren Bemühungen um mehr Vergleichbarkeit etwa des Abiturs beraten sowie in Fragen der Qualitätssicherung und -entwicklung im Bildungswesen. Dabei soll es insbesondere dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Schulalltag hineinzutragen. Der Bund soll in dem Gremium grundsätzlich außen vor bleiben.

Süddeutsche Zeitung

Rekordhaushalt 2020 - 12 Milliarden für das BMFSFJ

Der Deutsche Bundestag hat am vergangenen Freitag den Haushalt für 2020 beschlossen: Rekord- Niveau erreicht der Einzeletat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Rund 12,055 Milliarden Euro und damit so viel wie noch nie stehen dem BMFSFJ zur Verfügung: das sind rund 251 Millionen mehr als im Regierungsentwurf vorgesehen waren. Die insgesamt 12 Milliarden Euro bedeuten im Vergleich mit dem aktuellen Etat einen Anstieg um mehr als 1,6 Milliarden und damit ein Plus von 15 Prozent. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey dankte dem Bundestag und betonte: "Diese 12 Milliarden Euro sind sehr gut angelegt. Wir investieren das Geld vor allem in die Menschen, in die Familien und in den sozialen Zusammenhalt. Für starke Familien und Menschen, die sich einbringen, und für ein friedliches Miteinander. Wir wollen unser Land damit spürbar stärker und lebenswerter machen - aber auch moderner: Wir werden im nächsten Jahr zentrale Familienleistungen digitalisieren und es Familien einfacher machen, Kindergeld, Kinderzuschlag und Elterngeld zu beantragen. Unser Ziel: ein Antrag, digital, von zu Hause oder mobil verschickt. Die zusätzlichen Gelder kommen so zum Beispiel unserem Innovationsbüro ‚Digitales Leben‘ zu Gute. Ein ganz erheblicher Teil des Etats, nämlich 9 Milliarden Euro, kommt direkt in den Portemonnaies der Familien in Deutschland an. Größter Einzelposten ist auch in diesem Jahr wieder das Elterngeld."

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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