Geschlechterstereotype und Bildungsgerechtigkeit

© Helen Schwarze/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

"Interessen wecken, unabhängig von Stereotypen"

Woran liegt es, dass weniger Frauen als Männer MINT-Studiengänge wählen? Nicht an den Kompetenzen, sagt LMU-Forscher Frank Niklas. Frank Niklas ist Professor für Pädagogische Psychologie und Familienforschung und forscht darüber, wie ungleiche Bildungschancen das spätere Leben prägen. "Allein das Wissen darum, dass ein Stereotyp existiert, führt dazu, dass es sich in den objektivierbaren Leistungen tatsächlich widerspiegelt", so Niklas. Im Interview spricht der Psychologe über die vermeintlich unterschiedlichen Kompetenzen von Männern und Frauen in naturwissenschaftlichen Fächern.

LMU.de

Mehr Bildungsgerechtigkeit: Positionspapier vom Netzwerk Digitale Bildung

Das Netzwerk Digitale Bildung hat ein Positionspapier veröffentlicht und fordert darin eine besondere Unterstützung für Schülerinnen und Schüler in Vorschul- und Übertrittsphasen sowie eine schnellere Umsetzung des DigitalPakt Schule. Das seien die zwei wesentliche Schritte hin zu mehr Chancengerechtigkeit, wenn es um Bildung in Deutschland geht.

Netzwerk Digitale Bildung

Investitionen in Bildung und Forschung steigen weiter an

Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag das Budget 2018/2019 für Bildung, Forschung und Wissenschaft veröffentlicht. In den vergangenen Jahren stiegen die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes flossen im Jahr 2019 325,6 Milliarden Euro in diese Bereiche. Das sind 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei verteilen sich die Gelder unterschiedlich auf Kitas, Schulen, Hochschulen und den Forschungsbetrieb: Ausgaben für Schulen und den schulnahen Bereich in öffentlicher und privater Trägerschaft beliefen sich laut Bundesamt auf rund ein Drittel der Gesamtsumme. Insgesamt wurden in diesem Feld 105,8 Milliarden Euro investiert – 3,1 Prozent des BIP. Die Summe ist nach den Berechnungen der Statistiker in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen. Der Anteil am BIP dagegen bewegt sich seit mehr als 15 Jahren ungefähr um die Drei-Prozent-Marke. Kritiker monieren, dass andere Länder wie etwa Norwegen einen höheren BIP-Anteil für Bildung ausgeben. 34,4 Milliarden Euro gab Deutschland für Kindertageseinrichtungen aus und investierte damit ein Prozent des BIP in die Bildung der Kleinsten. Dieser Wert hat sich nach den Daten des Statistischen Bundesamts in den vergangenen Jahren leicht erhöht. Im Jahr 2005 lag er noch bei 0,6 Prozent.

Spiegel.de

Interview mit dem Bildungsforscher Stephan Huber

Der Bildungsforscher Stephan Huber von der Pädagogischen Hochschule Zug in der Schweiz hat zu den Schulschließungen in der Corona-Krise eigene Befragungen unter Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern durchgeführt und weitere Studien ausgewertet. Er sagt, je weniger Zeit und Möglichkeiten die Eltern haben, ihre Kinder zu unterstützen, und je weniger Platz und Technik die Kinder daheim zur Verfügung haben, desto intensiver braucht es die Schule, um die Kinder anzuregen und zu begleiten – insbesondere in einem Lockdown. "Bildung ist mehr als nur Wissensvermittlung. Schule gewichtet ohnehin oft sehr stark den kognitiven Bereich. Im Lockdown ist die Gefahr hoch, dass sich diese Tendenz verstärkt. Dabei gelingt Bildung viel besser, wenn die Kinder sich in allen Dimensionen wohlfühlen: physisch, psychisch und sozial. Der Lernerfolg korreliert mit positiven Emotionen. Das alles wirkt sich auf die Motivation aus", so Huber.

Zeit.de
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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