Dran bleiben!

Ein Stoppschild vor einem Busch
© Ivana Turanova

Wenn man etwas Neues ausprobiert, sollte man nicht zu früh aufgeben. Im Gegenteil: dran bleiben und oft genug über den Weg und Fortschritt reflektieren. Daher mein zweiter Blogeintrag. Zuerst aber danke für euer Feedback und Rückmeldungen über unterschiedlichste Kanäle. Auf jeden Fall ein Ansporn, weiter zu schreiben.
Wie ging also die Reise der digitalen Weiterentwicklung der Stiftung weiter?

Schnell nachdem sich das Team formiert hat, wurde klar: Jede/r von uns versteht die Ziele und Aufgaben etwas anders, wir alle sprechen eine andere "Fachsprache". Die Kehrseite eines interdisziplinären Teams. Eins stand fest: Wir wollen unsere Digitalstrategie in einem iterativen Test-Case-Vorgehen umsetzen. Doch was genau wollen wir testen? Welche Grundsatzentscheidungen wollen wir in Frage stellen? Haben wir überhaupt konkrete Ziele oder Leitplanken? Rückwirkend wenig überraschend, mittendrin jedoch anstrengend. Wir starteten mit vielen Fragen und den Weg, sie zu beantworten, mussten wir selbst finden.

Nur ein Weg oder viele?

Apropos Weg. Wie organisieren wir denn unsere Team-Zusammenarbeit? Auch hier müssten wir mehrere Versuche starten.

1. Versuch: Aufgaben und Ansagen von "oben"

Bei einem motivierten Team, das sich selbst organisieren möchte und den Anspruch hat zu verstehen, wieso wir etwas tun und anschließend selbst entscheiden, wie wir am besten zur Lösung kommen, ist dies nur bedingt erfolgreich. Zusätzliche Schwierigkeit ist dabei, dass auch die Führungskräfte manchmal nicht ganz genau wissen (können), wie die nächsten Schritte oder sogar das finale Ziel aussehen sollen.

2. Versuch: selbstorganisierte Sprints, inspiriert von der Scrum Methode.

Möglichst selbstorganisiert und alle zwei Wochen ein lieferbares Ergebnis. Schön wäre es! Nach ein paar Wochen und "Sprints" haben wir gesehen, dass unsere Aufgaben so vielfältig und unsere Arbeitsabläufe und -strukturen so unterschiedlich sind, dass wir nicht in der Lage sind, alle zwei Wochen ein für uns zufriedenstellendes Ergebnis zu liefern. Anmerkung am Rande: Jedes Teammitglied hatte in der Regel nur einen Arbeitstag pro Woche für dieses Projekt.

3. Versuch: Themenbezogene Kleingruppen

Am Ende haben wir eine Lösung gefunden, die uns Zeitlang gut geholfen hat. Wir haben alle Aufgaben auf den Tisch gelegt, Themencluster gebildet und uns personell neu sortiert. Jede Kleingruppe hat einen ganz anderen Weg für sich gefunden: mit oder ohne Sprints, mit mehr oder weniger Abstimmung und Unterstützung durch die Führungskräfte, mit Kanban-Board und digitalen Tools oder ohne.

Nicht von heute auf morgen

Mein Fazit ist: Der Weg braucht Zeit. Wenn man viele Menschen, die auf recht unterschiedlichen Punkten stehen in eine gemeinsame Richtung bewegen möchte, sind die Schritte, die man geht, manchmal sehr klein und der Weg anstrengend. Um den Weg sowohl vor als auch bereits hinter uns zu sehen, braucht es manchmal eine Lupe und manchmal eher den Abstand und den Blick von oben. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig Zeit für Reflexion zu nehmen. Denn die Ergebnisse sind allmählich da. Und sie motivieren, weiter zu machen!

Portrait von Ivana Turanova
Autor/in: Ivana Turanova

Als Stabsstelle Organisationsentwicklung begleite ich die Digitale Weiterentwicklung der Stiftung in ihren unterschlichen Facetten – von der Strategieentwicklung, über Umsetzungsplanung und Finanzierung bis hin zum Kulturwandel und Change Management.

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