Digitalisierung und BNE gehören zusammen!

© Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Wenn wir bei der Digitalisierung unsere Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung mit einbeziehen, profitieren alle – Mensch und Umwelt.

Ute Krümmel ist Diplom-Pädagogin und arbeitet als Fachfrau für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für unsere Fortbildungsstiftung "Haus der kleinen Forscher". Im Interview mit Bildungsexperte Jörn Muuß-Merholz erklärt sie, warum BNE und Digitalisierung an Grundschulen zusammen gedacht werden sollte. Viel Spaß beim Interview 2 von 5 unserer Interviewreihe "Kompetenzen für eine zeitgemäße (MINT-)Bildung in einer zunehmend digitalisierten Welt". Die Expert*innen-Interviews haben wir mit den Beteiligten bewusst als Open Educational Resources (OER) erstellt, um den öffentlichen Diskurs zu Digitalität in Schule und Unterricht voranzutreiben.

Warum sollten Schulen BNE und Digitalisierung zusammendenken, Ute Krümmel? (OER-Video)

Dieses Video "Warum sollten Schulen BNE und Digitalisierung zusammendenken, Ute Krümmel? (OER-Video)" von Ute Krümmel mit Jöran Muuß-Merholz im Auftrag der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" steht unter der Lizenz CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de).

Digitalisierung und eine nachhaltige Entwicklung seien die großen Schlüsselaufgaben unserer Zeit – und die eine Aufgabe nicht ohne die andere lösbar, sagt BNE-Expertin und Diplompädaogin Ute Krümmel. Daher spricht sie sich im Gespräch mit Bildungsexperte Jöran Muuß-Merholz dafür aus, insbesondere im Bildungskontext – und bereits in Kita, Hort und Grundschule – beide Themen unbedingt miteinander zu verbinden.

So könnten pädagogische Fach- und Lehrkräfte mit den Kindern zum einen Fragen zur Nachhaltigkeit mit Hilfe digitaler Medien diskutieren und beantworten. Denn mit digitale Anwendungen unterstützen hier z. B. gut um anhand von Modellen systemische Abläufe zu recherchieren oder zu simulieren, die ansonsten schwer nachvollziehbar sind. Als Beispiel nennt Krümmel etwa das Konzept vom "ökologischen Fußabdruck". Auch helfe die Digitalisierung grundsätzlich, nachhaltige Lösungsideen zu entwickeln und diese im virtuellen Raum zu erproben und zu teilen, so Ute Krümmel.

Zum Anderen sei es wichtig, betont Krümmel, dass der Einsatz digitaler Medien zum Gegenstand einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gemacht werde. Schulen empfiehlt sie z. B. die Anschaffung von Geräten und ihre sinnvolle Nutzung mit allen Beteiligten offen zu diskutieren und unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu prüfen. Um digitale Medien im Unterricht einzusetzen, müssten Lehrkräfte zudem wissen, welche Medien sich wofür eignen. Und sie bräuchten Grundsicherheit im Umgang mit Geräten und Anwendungen. Auch sei es entscheidend, dass Lehrerinnen und Lehrer einüben, Unsicherheiten auszuhalten, "scheitern" zu lernen und die Verantwortung für Lernprozesse mit den Kindern zu teilen, also mit ihnen an eigenen Anliegen zu arbeiten und partizipative Prozesse zu gestalten.

Lehrkräftefortbildungen, die auf diese Aspekte eingehen, können hier einen wichtigen Beitrag leisten, meint Ute Krümmel. Entscheidend sei, dass Fortbildungen viel Raum bieten, Haltung und Selbstverständnis der Lehrkräfte zu entwickeln und zur Reflexion des eigenen Wirkungshorizontes anregen.

Video als OER-Material nutzbar

Das Interview "Warum sollten Schulen BNE und Digitalisierung zusammendenken, Ute Krümmel? (OER-Video)" steht zur freien Nutzung im Internet und zur Einbettung auf eigenen Websites oder zur Verbreitung über Social Media zur Verfügung. Das Video ist zudem mit der Lizenz CC BY 4.0 veröffentlicht. Damit ist z. B. auch die öffentliche Aufführung, die Bearbeitung (z.B. Ausschnitte oder Zusammenschnitt von verschiedenen Videos) und das Teilen von bearbeiteten Versionen möglich. Nutzen Sie das Video gerne für pädagogische Zwecke! Die Videodatei können Sie hier über VIMEO herunterladen.

Portrait von Jasmin Hihat
Autor/in: Jasmin Hihat

Als Referentin Kommunikation verantworte ich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von zwei sehr unterschiedlichen Stiftungsprojekten. Das gibt mir die wunderbare Möglichkeit, mich thematisch sowohl mit der Kitaqualitätsentwicklung in Deutschland zu beschäftigen, als auch die Innovationskraft von ko-kreativem Arbeiten im Grundschulkontext zu erleben. Privat tanze ich gerne Swing, singe und moderiere auf Cabaret-Shows und entspanne mich auf Mini-Roadtrips.

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