Nachhaltigkeit in der Stiftung #1: die Lunchbox

© Collage: Julia Hensel
Bilder von Ruth Jesse, Anne Mooz, Christoph Lammert, Janine Kern, Ivonne Merkel, Jasemin Seven, Christine Gutmann, Susanne Hein

Nachhaltig agieren als Stiftung – aber wie? Die seit 2010 bestehende AG Nachhaltigkeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, nachhaltiges Handeln im Stiftungsalltag zu verankern. Dazu hat sie schon viele positive Veränderungen auf den Weg gebracht, unter anderem die Stiftungslunchbox. Diese eignet sich nicht nur zum Essen holen…

Um den Verpackungsmüll der vielen Mittagessen zu vermeiden, die nicht vor Ort verzehrt, sondern mitgenommen werden, gibt es seit Ende 2017 für alle Mitarbeitenden der Stiftung Lunchboxen, die rege genutzt und in allen umliegenden Mittagslokalitäten bereits bekannt sind. Netter Nebeneffekt, von dem besonders neue Kolleginnen und Kollegen profitieren: Stiftungsmitarbeitende sind so auch außerhalb des Hauses ganz einfach zu erkennen.

Rege Nutzung ist gut, aber wie kann man das noch ausbauen?

Wir, die AG Nachhaltigkeit, haben im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche Anfang Juni 2018 zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Einen Sommer lang hatten alle Mitarbeitenden Zeit, ihre Lunchbox möglichst kreativ abzulichten und unsere Jury hatte danach die Qual der Wahl, unter allen Einsendungen die besten Fotos auszuwählen. Nachdem die Gewinnerinnen feststanden, haben wir sie feierlich prämiert – mit einer liebevoll vorbereiteten Fotogalerie, selbstgebackenen Leckereien und individuellen Preisen. Die Fotomotive der Einsendungen reichten von kunstvoll angerichtetem Inhalt über tierische Futterneider bis hin zu einer actiongeladenen Bildergeschichte. Einige der Lunchboxen sind für den Wettbewerb sogar auf Reisen gegangen.

Und welche Fotos wurden nun ausgezeichnet?

Der 1. Preis in der Kategorie „Kreativster Einsatzort“ ging an Britta Heyden, die ihre Lunchbox architektonisch überzeugend vor Betontreppen und Plattenbau in Szene setzte. Eine ganz andere Bildsprache wählte Diana Pfenning-Guti, die mit einer gefüllten Süßkartoffel im Salatbett an Gurkensternchen und Obst-Igel allen das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ und sich damit den 2. Preis in der Kategorie „Schönster Inhalt” sicherte. Romana Hicke entfachte mit ihrem Foto der Lunchbox vor einem wunderschönen Südtiroler Bergpanorama in allen Anwesenden das Fernweh und gewann damit den 3. Preis in der Kategorie „Weiteres originelles Bild“. Überraschend wurde noch ein Sonderpreis verkündet. Diesen erhielt Clara Teich für ihre Fotoreihe „Nachhaltiger (über-)leben“, denn (nicht nur) die Jury fand die Idee einer Rentnerin, die sich mit ihrer Lunchbox gegen eine Zombie-Apokalypse zur Wehr setzt „einfach völlig außergewöhnlich“.

© Collage: Julia Hensel
Die Bilder der Gewinnerinnen von links oben nach rechts unten: Britta Heyden, Diana Pfenning-Guti, Romana Hicke, Clara Teich

Und wie ging es dann weiter?

Die prämierten Bilder wurden vergrößert und in den Küchen der Stiftung aufgehängt. Ganz besonders aber freut uns, dass die Lunchbox mittlerweile von so vielen Kolleginnen und Kollegen zum Essenholen genutzt wird, dass unsere Büronachbarn von faktura sie nun auch in ihrer Kantine anbieten möchten, um so noch mehr Verpackungsmüll zu sparen.

Wer also selbst noch keine Lunchbox hat: Es ist nie zu spät ;)

Portrait von Theresa Finkl
Autor/in: Theresa Finkl

Ich bin in der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ als Referentin für MINT-Bildung tätig und entwickle Bildungsangebote für pädagogische Fach- und Lehrkräfte. Als Neurowissenschaftlerin lege ich dabei besonderen Wert darauf, Inhalte und Materialien so zu gestalten, dass sie die Freude am Lernen bei allen Beteiligten fördern, denn so lernt unser Gehirn am liebsten.

Alle Artikel von Theresa Finkl
Kommentar schreiben