KW46: Bund unterstützt Ganztagsbetreuung

Kinder rennen mit Rucksäcken
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Bund unterstützt Ganztagsbetreuung mit zwei Milliarden Euro

Das Bundeskabinett hat am vergangenen Mittwoch das Gesetz zur Errichtung des Sondervermögens zum "Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter" (Ganztagsfinanzierungsgesetz) auf den Weg gebracht. Damit unterstützt der Bund in dieser Legislaturperiode die Länder mit 2 Milliarden Euro beim Ausbau der kommunalen Bildungsinfrastruktur für die Ganztagsbetreuung. Die Investitionen dienen der Vorbereitung eines bundesweiten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter, der ab 2025 in Kraft treten soll. Gefördert werden soll der quantitative und qualitative Ausbau von Ganztagsangeboten über Finanzhilfen für Investitionen an die Länder. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt: "Ich freue mich sehr, dass wir heute im Kabinett das Sondervermögen zur Finanzierung des Ganztagsausbaus auf den Weg gebracht haben. Der Bund setzt damit ein klares Signal für den Ganztagsausbau. Die Länder werden in den nächsten Jahren mit 2 Milliarden Euro beim quantitativen und qualitativen Ausbau von Ganztagsangeboten unterstützt. Das neue Gesetz ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des entsprechenden Auftrages des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD."

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Bundesweite Umfrage zum Thema Digitalisierung an Schulen

Schlechte Ausstattung mit Hard- und Software, keine ordentliche Wartung vorhandener Technik und kaum Fortbildungsmöglichkeiten für die Lehrkräfte. 5.259 Schulleiterinnen und Schulleiter haben sich an der Umfrage vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) beteiligt und bewerten die Digitalausstattung an ihren Schulen sowie die Qualifizierung der Lehrkräfte mit der Schulnote "Drei minus". Besonders unzufrieden sind Grundschulen mit der Ausstattung an Tablets und interaktiven Tafeln ("Smartboards"). Um einen besseren IT-Support zu gewährleisten, sehnen sich viele nach einem "digitalen Hausmeister".

Westdeutscher Rundfunk

Sprachtest für Kinder im Vorschulalter

Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wird auf dem CDU-Parteitag Ende November in Leipzig einen Antrag "für verpflichtende Sprachtests und Deutsch-Förderprogramme im Vorschulalter" stellen. Bereits im Sommer hatte sich Linnemann über seine Pläne in einem Interview geäußert und damit für Empörung gesorgt. Linnemann hatte gesagt, dass Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse auf einer Grundschule noch nichts zu suchen hätten. Es gab viel Kritik, Linnemann fühlte sich falsch verstanden. Der neue Antrag liest sich etwas differenzierter und vorsichtiger, als die damaligen Interviewäußerungen. „Die CDU Deutschlands spricht sich dafür aus, dass Kinder bei der Einschulung möglichst gleiche Startchancen haben“, heißt es in dem Antrag. Eine wichtige Voraussetzung dafür seien ausreichende Deutschkenntnisse. "Es sollen verpflichtende Sprachstandtests bei allen Kindern ab vier Jahren auf Basis bundesweit einheitlicher Standards eingeführt werden", lautet die Forderung. Sofern die Tests einen Förderbedarf ergeben, solle die Teilnahme an einer vorschulischen Förderung "verpflichtend" sein.

SPIEGEL Online
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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