KW44: Aktuelle Studie zur Frühkindlichen Bildung

Auf dem Bild sieht man drei Kinder, die in eine Flasche Wasser füllen
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

OECD-Studie zum Thema frühkindliche Bildung

Am vergangenen Freitag wurde in Berlin eine neue Studie der OECD vorgestellt. Die Studie untersucht, was Kinder in Betreuungseinrichtungen lernen, mit welchem Personal sie interagieren, mit welchen Engpässen die Betreuungseinrichtungen konfrontiert sind und wie sie Qualität kontrollieren und sicherstellen. Neben Deutschland haben Chile, Dänemark, Island, Israel, Japan, Korea, Norwegen und die Türkei an der Untersuchung teilgenommen. In Deutschland wurden rund 3000 Fachkräfte und Einrichtungsleitungen aus mehr als 500 Kitas befragt. Das Ergebnis für Deutschland: Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland sind vergleichsweise gut ausgebildet, fühlen sich aber nicht angemessen wertgeschätzt. Sie sehen Bedarf für mehr Weiterbildung, um speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu gehöre etwa der Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf oder mit Kindern, die zu Hause kein oder kaum Deutsch sprechen.

OECD

BERLIN

SPD-Fraktion stimmt für die Verbeamtung von Lehrkräften

Die Berliner SPD will zurück zur Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern. Einem entsprechenden Antrag stimmte eine Mehrheit der Delegierten beim SPD-Landesparteitag am vergangenen Samstag zu. Damit haben sich der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und Bildungssenatorin Sandra Scheeres durchgesetzt. Das Thema war bis zuletzt umstritten, die Umsetzung bleibt weiterhin fraglich. Linke und Grüne, die Koalitionspartner in der Landesregierung, sind dagegen. In Berlin gibt es seit 15 Jahren keine Verbeamtung von Lehrkräften mehr – anders als in allen anderen Bundesländern.

Der Tagesspiegel

NIEDERSACHSEN

Minister Tonne fordert Entfristung von Bundesmitteln aus dem Gute-Kita-Gesetz:

Ab dem 1. Januar 2020 stehen für Träger von Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen rund 360 Millionen Euro für Qualitätsverbesserungen bereit. Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten und zur Gewinnung von Fachkräften“ (RL Qualität in Kitas) ist vom Niedersächsischen Kultusministerium jetzt in Kraft gesetzt worden. Damit wird ein Großteil der Gelder aus dem Gute-Kita-Gesetz des Bundes (526 Millionen Euro für Niedersachsen) in qualitätssteigernde Maßnahmen investiert. Zu der Befristung der Bundesmittel sagt Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Es ist richtig, dass sich die Bundesregierung über das Gute-Kita-Gesetz engagiert. Noch besser wäre es allerdings, für eine dauerhafte, unbefristete Unterstützung zu sorgen, denn vorschulische Bildung und Betreuung sind gesamtstaatliche Aufgaben. Ich appelliere daher an die Bundesregierung, die Weichen für eine Entfristung der Zuschüsse zu stellen, damit Planungssicherheit für Länder, Kommunen, Träger und Beschäftigte auch über das Kindergartenjahr 2022/2023 hinaus besteht. Die Richtlinie Qualität in Kitas bietet den Trägern von Kindertageseinrichtungen ein Gesamtpaket über das der Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessert und zusätzliches Personal gewonnen werden kann […].“

Niedersächsisches Kultusministerium

RHEINLAND-PFALZ

Gute-KiTa-Vertrag unterzeichnet

Der Bund unterstützt das Land Rheinland-Pfalz bei der Weiterentwicklung der Qualität in den rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten bis 2022 mit rund 269 Millionen Euro. Den Vertrag unterzeichneten am Donnerstag Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Bei der Unterzeichnung in der Staatskanzlei in Mainz sagte Bundesfamilienministerin Giffey: "Konkret investiert das Land mit den Bundesmitteln in einen besseren Betreuungsschlüssel, qualifizierte Fachkräfte und starke Kita-Leitungen. Das heißt mehr Erzieherinnen und Erzieher für die Kinder, vor allem in Kitas mit besonderen Herausforderungen. Jedes Kind hat das Recht auf die besten Startchancen, genau dafür setzt Rheinland-Pfalz die richtigen Schwerpunkte."

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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