KW39: Personalsituation in Kitas

Eine Erzieherin redet mit einem Kind, das einen Luftballon in der Hand hält
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Neue Studie der Bertelsmann Stiftung zur Personalsituation in Kitas

Das erschienene Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung zeigt: Trotz aller Anstrengungen wird die unzureichende Personalausstattung in deutschen Kitas zunehmend zum Problem. Zwar hat sich die Zahl der pädagogischen Fachkräfte durch den Kita-Ausbau deutlich erhöht, doch die Personalschlüssel verbessern sich vielerorts zu langsam. Der Personalmangel wirke sich stark auf die Kita-Qualität aus, belaste Erzieherinnen und Erzieher zusätzlich und mache den Beruf unattraktiver. Kritik an der Studie kam u.a. bereits von Sachsens Kultusminister Piwarz: „Die Bertelsmann-Stiftung setzt auf Masse statt auf Klasse. […] Es ist falsch, lediglich den Blick auf den Personalschlüssel zu richten und die Betreuungsquoten sowie den Ausbildungsgrad des Kitapersonals außer Acht zu lassen. So wird aus der Betrachtung ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen“, sagte Kultusminister Piwarz.

Bertelsmann Stiftung

OECD-Bildungsdirektor fordert Bezahlstudium

Der Bildungsforscher und OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sprach sich zum Start des Wintersemesters für nachgelagerte Studiengebühren in Deutschland aus. Das sorge unter anderem für mehr soziale Gerechtigkeit und eine höhere Qualität des Studiums, sagte er. „Viele der Hochschulen verfügen nicht mehr über ausreichende finanzielle Mittel, um im Zeitalter der Massenuniversität wirklich qualitativ hochwertige Studienbedingungen zu gewährleisten.“ Schleicher plädierte vor diesem Hintergrund für ein Modell der Studienfinanzierung wie in Australien oder England. Dort würden die Hochschulen über Studiengebühren finanziert, die einkommensabhängig nachgelagert seien.

SPIEGEL Online

Niedersachsen

7,2 Milliarden Euro für Kitas, Schulen und Berufsbildung

Am 27. September kündigte der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne an, der Kultusetat steige auf rund 7,2 Milliarden Euro. Dies sei ein Aufwuchs um 474 Millionen Euro im Vergleich zu 2019. Der Anteil am Gesamthaushalt des Landes Niedersachsen mache im kommenden Jahr 20,7 Prozent aus. „Es ist meine tiefste Überzeugung, dass jeder Euro gut investiert sein wird, denn das Geld kommt der Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen zu Gute“, sagte der Kultusminister. „Dabei ist unsere Leitidee, die gesamte Bildungskette zu stärken, vom frühkindlichen Bereich über das allgemein bildende Schulwesen und die berufliche Bildung.“ Die Ausgaben im Bereich frühkindliche Bildung steigen 2020 um mehr als 215 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro.

Niedersächsisches Kultusministerium
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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