KW28:Quereinsteiger-Programm in Kitas

Kinder schauen stanend auf Seifenblasen
© Christoph Wehrer/ Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

BMBF stellt Konzept zur Förderung strukturschwacher Regionen vor

Am Mittwoch hat die Bundesregierung Maßnahmen zu den Ergebnissen der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ beschlossen. Die Kommission wurde im Sommer 2018 eingesetzt, um Handlungsempfehlungen mit Blick auf unterschiedliche regionale Entwicklungen und den demografischen Wandel für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu erarbeiten. Flankierend zur Arbeit der Kommission hat das BMBF ein Konzept zur Förderung strukturschwacher Regionen entwickelt. „Wir haben mit ‚Chancen.Regionen‘ ein Konzept entwickelt, das unsere vielfältigen Maßnahmen in Bildung, Forschung und Innovation bündelt. Herzstück ist eine spezifische Innovationsförderung, mit der wir neue Dynamiken in strukturschwachen Regionen anstoßen wollen. Dafür planen wir, bis 2024 rund 600 Mio. Euro bereitzustellen. Das ist unser Beitrag, den Zusammenhalt im Land zu stärken. Dieser ist zumindest an einigen Stellen brüchig geworden, auch durch die unterschiedliche regionale Entwicklung. Dem setzen wir uns für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland entgegen“, so Anja Karliczek.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BADEN-WÜRTTEMBERG

Qualitätsrahmen Ganztag vorgestellt

Am Montag stellte Frau Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann den Qualitätsrahmen Ganztagsschule Baden-Württemberg vor. Der Qualitätsrahmen entstand in enger Abstimmung mit Frau Prof. Dr. phil. Anne Sliwka, Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg, die ihre wissenschaftliche Expertise eingebracht hat. Darüber hinaus sind wichtige Hinweise und Anregungen zahlreicher am Entwicklungsprozess Beteiligter, aus den Bereichen Schule, Schulverwaltung, Schulträger, Lehrerverbände, Eltern- und Schülerschaft, außerschulische Partner, Wirtschaft und den Beratungsgremien des Kultusministeriums, eingeflossen. Der neue Qualitätsrahmen soll den Ganztagsschulen wertvolle Anregungen und Impulse sowie eine Orientierung geben. Er wird künftig eine wesentliche Grundlage für die pädagogische und organisatorische Arbeit in den bestehenden wie auch in den künftigen Ganztagsschulen sein. Der Verband Bildung und Erziehung im Land begrüßte den neuen Leitfaden. „Wir fordern seit Jahren die Festlegung von Qualitätskriterien für die Ganztagsschule und begrüßen es sehr, dass das Kultusministerium nun endlich liefert. Insbesondere die Unterscheidung in einzelne Merkmale zeigt, dass es die Hinweise aus der Praxis ernst nimmt und Richtlinien auflegt, die den Schulen dabei helfen, sich als Ganztagsschule zu etablieren“, so Oliver Hintzen, stellvertretender VBE-Landesvorsitzender und Experte für den Ganztag. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Stefan Fulst-Blei, sagte, Eisenmann produziere damit „den nächsten Papiertiger“. Die Schulen brauchen nicht nur Ratschläge, sondern mehr Ressourcen für die praktische Umsetzung.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

NORDRHEIN-WESTFALEN

Quereinsteiger auch in Kitas

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit einem Programm für Quereinsteiger die Personalnot in den Kindertagesstätten bekämpfen. NRW-Familienminister, Joachim Stamp (FDP), sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir werden im Herbst zu einem Gipfel einladen und mit allen Beteiligten in NRW besprechen, wie wir zusätzliche Kräfte für die Kitas gewinnen können. Wir wollen Menschen, die aus ihrer eigenen Biografie Erfahrungen mit Kindern gesammelt haben, eine Chance geben.“ Ein Quereinsteiger-Programm liege auch im Interesse der Gewerkschaften, sagte er der Zeitung. „Wenn wir mehr Mitarbeiter beschäftigen, dann werden sich die Bedingungen für alle verbessern“, so der FDP-Politiker. Künftig solle es auch für Erzieher aus dem EU-Ausland, etwa den Niederlanden, leichter werden, in den NRW-Kitas zu arbeiten können.

Kölner Stadt-Anzeiger

NIEDERSACHSEN

Neuordnung des Geschäftsbereichs des Niedersächsischen Kultusministeriums

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne kündigte am Montag an, dass das Niedersächsische Kultusministerium seinen Geschäftsbereich serviceorientierter aufstellen wird. Das Vorhaben soll bis zum 30. November 2020 umgesetzt werden. „Neben der notwendigen Dienst-, Fach- und Rechtsaufsicht gegenüber den Schulen muss es den Schulbehörden noch stärker ums Helfen, Unterstützen und Informieren gehen. Wir müssen näher ran an die Schulleitungen und Lehrkräfte“, sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Dies sei in einem großen Flächenland mit rund 3.000 Schulen, 90.000 in Schulen Beschäftigen und über eine Million Schülerinnen und Schülern durchaus eine große Herausforderung. Damit der Service für die Schulen verbessert werden kann, wird als erste Maßnahme die zentrale Steuerungsaufgabe von der Niedersächsischen Landesschulbehörde in das Kultusministerium und in Teilen auf die Leitungen neu zu errichtender Landesämter verlagert. „Dieser Reformprozess ist ein anspruchsvolles, aber wichtiges Vorhaben. Es geht nicht um Selbstbeschäftigung, sondern um eine selbstkritische Weiterentwicklung mit dem Ziel, den Schulen ein besserer Dienstleister sein zu können. Dabei werden an keiner Stelle in der Schulverwaltung Stellen abgebaut. Wir brauchen auch in Zukunft jede und jeden, die oder der seine Fachkompetenz dafür einbringt, gute Rahmenbedingungen für die beste Bildung der Kinder und Jugendlichen zu schaffen“, so Kultusminister Tonne abschließend.

Niedersächsisches Kultusministerium
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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