KW 22: Millionen für die Qualitätssteigerung in Kitas

Kinder forschen zu Wärme
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Interessantes beim Deutschen Bildungsserver

Mit zahlreichen Initiativen und Projekten wird auf Bundes- und Länderebene versucht, die Attraktivität der MINT-Fächer zu steigern und das Interesse von Kindern und Jugendlichen für eine spätere Qualifizierung und Berufstätigkeit auf diesem Gebiet zu wecken. Um einen Überblick über die Aktivitäten auf diesem Gebiet zu bekommen, bietet ein Dossier vom Bildungsserver eine strukturierte Linksammlung sowie Materialsammlungen für den Unterrichtseinsatz im vorschulischen und schulischen Bereich.

Deutscher Bildungsserver

BRANDENBURG

Gute-Kita-Vertrag unterzeichnet

Mit rund 165 Millionen Euro unterstützt der Bund bis 2022 das Land Brandenburg. Das Geld soll vor allem für längere Betreuungszeiten und eine Steigerung der Qualität verwendet werden. In Anwesenheit von Ministerpräsident Dietmar Woidke unterzeichneten am vergangenen Freitag Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Jugendministerin Britta Ernst den Vertrag. Es ist der dritte Vertrag zwischen dem Bund und einem Bundesland zur Umsetzung des Gute-KiTa-Gesetzes. Ministerpräsident Woidke betonte: „Seit vielen Jahren sind die Qualität in der Kindertagesbetreuung, die finanzielle Entlastung der Eltern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Prioritäten der Landesregierung. Wir werden das Geld, das uns der Bund zur Verfügung stellt, nutzen, um die Beitragsfreiheit für gering Verdienende auszuweiten, längere Betreuungszeiten zu fördern, die Elternbeteiligung zu stärken und mehr Zeit für Anleitung in den Kitas zu finanzieren.“

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

NIEDERSACHSEN

Landesregierung stimmt Vertrag über das Gute-Kita-Gesetz zu

526 Millionen Euro für Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung. Die Niedersächsische Landesregierung hat dem Vertrag zwischen dem Land und dem Bund über das Gute-Kita-Gesetz zugestimmt. Im Mittelpunkt des Gute-Kita-Gesetzes in Niedersachsen stehen Maßnahmen zur Förderung von Qualität in Kindertageseinrichtungen, erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Im Förderzeitraum sind 301 Millionen Euro für Verbesserungen beim Personalschlüssel durch Zusatzkräfte und das Gewinnen von Auszubildenden vorgesehen. 147 Millionen Euro stehen bereit, um Kindertagespflege anhand von Qualitätskriterien zu fördern. „Unter dem Strich konnten wir mit dem Bund sehr einvernehmlich ein wirklich gutes „Gute-Kita-Gesetz“ auf den Weg bringen. Damit können wir die weitere Entwicklung von Qualität und Teilhabe in der frühkindlichen Bildung bis zum Ende dieser Legislaturperiode ein gutes Stück voranbringen.“

Niedersächsisches Kultusministerium

GEW fordert Aufstockung des Kultusetats

Gemeinsam mit fünf weiteren Verbänden hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr Geld vom niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers gefordert. In Hannover übergaben sie ihm am Montag ein Schreiben, in dem sie weitere Bildungsinvestitionen anmahnen. Hilbers hatte Mitte Mai bei der Präsentation der jüngsten Steuerschätzungen gesagt, der finanzielle Handlungsspielraum für Niedersachsens Politik werde enger als erwartet. „Bildung braucht dringend Investitionen. Die Verhinderungs-Politik des Finanzministers gefährdet den Bildungsstandort Niedersachsen“, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth im Rahmen des Gesprächs mit dem Minister. Vor allem brauche es endlich ein deutliches Zeichen für eine gerechte Bezahlung. „Herr Hilbers ist mitverantwortlich, wenn es zum Einstellungstermin 1. August richtig knallt. Grund-, Haupt und Realschullehrkräfte bewerben sich schon jetzt wegen der besseren Bezahlung in angrenzenden Bundesländern. Dieser Trend wird sich künftig verschärfen, wenn nicht umgesteuert wird“, befürchtete die GEW-Landesvorsitzende. Es drohe ein massiver Unterrichtsausfall. „Der Kultusetat muss jetzt massiv aufgestockt werden“, verlangte sie.

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

SACHSEN

Mehr Geld für Ganztagesangebote

Das BMBF unterstützt den Nationalen Aktionsplan Int„Für das kommende Schuljahr stehen unseren Schulen rund 46 Millionen Euro für die Ganztagesangebote zur Verfügung. Das sind fast 19 Millionen Euro mehr als im aktuellen Schuljahr“, teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. In den nächsten Wochen erhalten 1.354 Schulen einen Zuweisungsbescheid für die Förderung ihrer Ganztagsangebote. Das sind 40 Schulen mehr als im aktuellen Schuljahr. „Unser Ziel ist es, dass die Schulen die Bescheide noch vor den Sommerferien erhalten. Damit können sie rechtzeitig und sicher das neue Schuljahr planen“, so Piwarz. Die Schulen können weiterhin ihre Ganztagsangebote eigenverantwortlich planen und gemeinsam mit Partnern vor Ort wie Verbänden und Kultur-, Sport- oder Jugendvereinen gestalten.egration (NAP - I) der Bundesregierung in den Themen Bildung, Ausbildung und Berufsanerkennung. Anja Karliczek hat am vergangenen Freitag gemeinsam mit der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, einen breiten Beteiligungsprozess zur Integration von Migranten eröffnet. „Bildung und Ausbildung sind entscheidend für eine gelingende Integration in Deutschland und für den individuellen beruflichen Erfolg […] Mit unserem Beitrag zum Nationalen Aktionsplan Integration stellen wir die Weichen dafür, dass das auch in Zukunft überall gelingt“, sagte Karliczek. Ziel des BMBF und des NAP-I ist die Integration in Deutschland zu stärken.

Sachsen.de
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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