Bildungsnachrichten der Kalenderwoche 13

Ein Junge läuft grinsend mit einer Zeitung vor seinem Körper
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Der wöchentliche Lauf durch die Nachrichten rund um Bildungsthemen.

BUNDESWEIT

Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“

Träger von Kindertageseinrichtungen können jetzt ihr Interesse bekunden, wenn sie am Bundesprogramm teilnehmen und eine Förderung erhalten möchten. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erklärte: „Wer mehr Qualität und Kapazität in Kitas will, muss für gutes und ausreichendes Personal sorgen. Unser Ziel ist, die Länder dabei zu unterstützen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Die Fachkräfteoffensive soll insgesamt 5.000 vergütete Ausbildungsplätze fördern.

Bildungsklick.de

Studie „Schulische Inklusion"

Für die Studie "Schulische Inklusion" wurden zum einen Erwachsene nach ihren Einstellungen gegenüber schulischer und gesellschaftlicher Inklusion und deren Folgen befragt. Zum anderen stützt sich die Studie auf Daten des Nationalen Bildungspanels. Fazit: Viele Deutsche sehen Inklusion in einem positiven Licht. Bei der Umsetzung an den Schulen sehen viele aber noch erhebliche Mängel. 57 Prozent der Befragten finden, dass Lehrkräfte nicht ausreichend für die Herausforderung des inklusiven Unterrichts ausgebildet sind.

Aktion Mensch

DKLK-Studie 2019

Der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern ist mittlerweile so gravierend, dass dadurch die Arbeit der Kitas leidet. Mehr als 90 Prozent der Kitas haben zu wenig Personal, um eine hohe Betreuungsqualität aufrechtzuerhalten. 86 Prozent der vom Personalmangel betroffenen Kita-Leitungen gaben an, deshalb die Angebote für die Kinder vorübergehend reduzieren zu müssen. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen DKLK-Studie, die am Mittwoch zum Deutschen Kitaleitungskongress in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Deutscher Kitaleitungskongress

BERLIN

Scheeres (SPD) für eine Rückkehr zur Verbeamtung

In der Debatte um den Lehrkräftemangel an Berliner Schulen hat sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres für eine Rückkehr zur Verbeamtung ausgesprochen. „Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile halte ich die Verbeamtung für sinnvoll, um voll ausgebildete Lehrkräfte halten zu können und wettbewerbsfähig zu sein“, sagte Scheeres. Sie verweist darauf, dass 20 Prozent der Berliner Lehramtsstudierenden nach ihrem Abschluss das Bundesland wechselten. Am Samstag will die Berliner SPD das Thema auf ihrem Parteitag debattieren.

News4Teachers.de

NIEDERSACHSEN

Kultusminister Tonne zieht eine Bilanz bei der Umsetzung der inklusiven Schulen

Tonne (SPD) betonte: „Es ist Vieles auf den Weg gebracht worden und gelungen, aber es liegt auch noch sehr viel harte Arbeit vor uns. Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, ist das Ziel, die inklusive Schule überall und für alle Schulen zum Erfolgsmodell zu machen, noch nicht flächendeckend erreicht“. Der SPD-Politiker erklärte am Dienstag in Hannover, die inklusive Schule sei nicht gescheitert. Probleme sehe er vor allem in der praktischen Umsetzung der Inklusion. Hier müsse angesetzt werden, um die Akzeptanz für die inklusive Schule weiter zu erhöhen.

Bildungsklick.de

THÜRINGEN

Unterrichtsausfall

Im März lag der Unterrichtsausfall an allgemeinbildenden Thüringer Schulen bei 6,6 Prozent und hat sich damit im Vergleich zur Erhebung im gleichen Zeitraum des Vorjahres um 1,7 Prozent verringert. Bildungsminister Helmut Holter: „Das ist ein gutes Signal, die knapp 3.000 Lehrereinstellungen der letzten Jahre sind allmählich spürbar. Unsere Maßnahmen, wie die Wiedereinführung der Verbeamtung, Beschleunigung des Einstellungsverfahrens und die bessere Besoldung für Regelschullehrer, greifen. Gleichzeitig sind auch 6,6 Prozent Unterrichtsausfall immer noch deutlich zu viel. Ich werde alles dafür tun, diesen Wert weiter zu senken.“

Bildungsklick.de
Portrait von Anna Lenke
Autor/in: Anna Lenke

In der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstütze ich das Team Presse, Public Affairs und Digitale Kommunikation u.a. mit dem wöchentlichen Nachrichtenmonitoring und dem Pressespiegel. Während meines dualen Studiums in Bielefeld habe ich bereits erste Kommunikationserfahrungen sammeln können. Mir macht die Arbeit im bildungspolitischen Umfeld sehr viel Spaß und ich freue mich auf die kommenden Zeiten in der Stiftung.

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